Heizsysteme und der hydraulische Abgleich

Heizsysteme und Heiztechnik im Vergleich

Veröffentlicht am 18.12.2019

Beim Hausbau, der Modernisierung oder bei der energetischen Sanierung stellt sich neben Dämmung, Fenstern, Dach und Co. auch die Frage nach der Haustechnik. Welches Heizsystem ist das richtige, und welche Heiztechnik soll in den einzelnen Räumen zum Einsatz kommen? In diesem Ratgeber finden Sie die Eigenschaften verschiedener Heizsysteme von Öl und Gas über Holz und Wärmepumpe hin zur elektrischen Heizung und Solar-Energie. Zudem betrachten wir hier Heizkörper, Fußbodenheizung, Wandheizung und Luftheizung im Vergleich. Haben Sie noch Fragen? Dann nehmen Sie gern Kontakt mit uns auf!

Brennwertheizung für Öl oder Gas

Als Energiequellen für die Gebäudeheizung kommen je nach verwendetem System verschiedene Möglichkeiten in Frage. Neben Erdwärme, Nah- und Fernwärme sowie erneuerbaren Energien direkt am Haus kommen weiterhin fossile Brennstoffe zum Einsatz. Diese werden für die gleichen Heizsysteme immer mehr durch biogene Brennstoffe, Biogas und dergleichen abgelöst. Konventionell ist eine entsprechende Brennwertheizung aber auf fossiles Öl oder Gas ausgelegt. Das Heizöl oder Erdgas wird hier verbrannt und die so gewonnene Wärme genutzt, um beispielsweise das Wasser für die Heizung oder auch das Wasser für die Nutzung in Küche und Bad aufzuheizen.

Wichtig zu wissen: Moderne Heizsysteme für Öl und Gas entziehen auch den Abgasen Wärme und speisen sie in Heizung oder Warmwasserbereitung ein. So werden hohe Wirkgrade und damit eine hohe Energieeffizienz erzielt. Ob dies für eine KfW-, BAFA- oder BEG-Förderung ausreicht, können Sie durch uns prüfen lassen. Wir beraten Sie gern hinsichtlich energieeffizientem Bauen und Sanieren.

Heizsystem und Stromerzeugung in Einem

Eine stromerzeugende Heizung wird oft als Alternative für die Öl- oder Gasheizsysteme genutzt, welche Erdöl, Flüssiggas, Erdgas, Methan oder ähnliches verbrauchen. Als Beispiele sind hier das Blockheizkraftwerk (mit Verbrennungsmotor oder Stirlingmotor) und die Brennstoffzelle zu nennen. Letztere nutzt chemische Prozesse zwischen Sauerstoff und Wasserstoff, um Wärme und Strom hervorzubringen. Im Vergleich zur Wärme wird dabei viel Elektrizität erzeugt, weshalb auch eine durch gute Dämmung niedrig gehaltene Heizungsnutzung zu einer großen Ausbeute der Brennstoffzelle führt. Blockheizkraftwerke arbeiten, wie die oben beschriebenen Systeme, über Verbrennung der Energieträger.

Holz als Energieträger im Haus-Heizsystem

Vor allem eine sogenannte Pelletheizung, welche kontrolliert automatisch Holzpellets in einen Holzvergaserkessel einspeist, ist besonders energiesparend. Das händische Nachlegen von Holz als Energieträger fällt hier weg, was Pellets neben ihrer guten Portionierung ideal als Brennmaterial machen. Zudem ist Holz ein nachwachsender Rohstoff. Ein Nachteil dieser Heizungsart im Vergleich zu anderen Systemen ist der Platzbedarf. Holzscheite für händisch zu befeuernde Systeme sowie Pellets für die automatische Zugabe bedürfen einer trockenen und sicheren Lagerung nahe der Heizanlage.

Die Wärmepumpe arbeitet mit Wasser, Erde und Luft

In einem energieeffizienten Neubau oder einem auf hohem Standard energieeffizient sanierten Altbau kann sich eine sogenannte Wärmepumpe lohnen. Durch einen mit elektrischem Strom oder Gas angetriebenen Prozess entzieht diese der Umwelt Wärme und nutzt diese zur Beheizung des Hauses. Dazu kann es sich bei der Umweltwärmequelle um die Luft im Außenbereich, um das Erdreich nahe der Immobilie oder ums Grundwasser handeln. Besonders effektiv arbeitet die Wärmepumpe, wenn der Temperaturunterschied von Heizsystem und Umweltquelle nicht zu groß ist. In Altbauten kann alternativ eine Hybridheizung verwendet werden, die eine Wärmepumpe mit einer Öl- bzw. Gasheizung kombiniert.

Erneuerbare Energie: Solaranlagen für die Haustechnik

Sowohl für die Heizung als auch für die Warmwasserbereitung kann Solarenergie genutzt werden. Oft werden Photovoltaik-Anlagen respektive eine spezielle Solarthermie als Ergänzung zu anderen Heizsystemen eingesetzt. Sowohl bei einem Neubau als auch für die Modernisierung respektive energetisch effiziente Sanierung des Gebäudes lohnt sich eine Solaranlage. Neben Energie für die Heizung und das warme Wasser aus der Leitung kann sie auch genutzt werden, um elektrische Energie zu erzeugen, und damit eine Unabhängigkeit gegenüber dem Stromnetz aufzubauen. So können Sie auf lange Sicht Kosten sparen, die Umwelt schonen und erneuerbare, kostenlose Energien nutzen.

Wärmeflächen: Heizkörper, Fußboden-, Wand- und Luftheizung

Im Folgenden betrachten wir die vier Möglichkeiten, mit denen das Heizsystem in Ihrem Haus die gewonnene Wärme in die einzelnen Räume bringen kann. Dies sind zum einen die klassischen Heizkörper und zum anderen die Fußbodenheizung, die Wandheizung und die Luftheizung. Welche Wärmeflächen sich für Ihr Gebäude am besten eignen, das finden Sie durch die folgenden Informationen heraus.

Heizkörper

Heizkörper, meist Stahlheizkörper, sind vergleichsweise günstig und können auch nachträglich eingebaut werden. Wichtig ist im Vorfeld nur, dass die Heizungsrohre vom Heizsystem zu den letztlichen Einsatzorten verlegt werden. Einschränkungen ergeben sich gegebenenfalls bei der Raumplanung, da diese wärmeabstrahlenden Bauteile direkt unter dem Fenster bzw. in der Nähe von Fenster oder Tür merklich Platz wegnehmen; wenn auch nicht viel. Ein weiterer Nachteil ist die vergleichsweise hohe Vorlauftemperatur, die zur Beheizung der Räume nötig ist. Diese schmälert die Energieeffizienz von Heizkörpern, die in einem Neubau nicht verwendet und bei einer Sanierung einer Fußboden- oder Wandheizung nicht vorgezogen werden sollten.

Fußbodenheizung

Eine Fußbodenheizung bringt gleich mehrere Vorteile mit sich. Zum einen arbeitet sie vorrangig mit Strahlungswärme, was besonders gut auf das wohlige Wohngefühl des Hauses einwirkt. Zudem entsteht keine Fußkälte in den Räumen, die mit Fußbodenheizung ausgestattet sind. Diese wird durch in den Fußboden eingelassene Kunststoffrohre realisiert. Durch sie fließt lediglich erhitztes Wasser. Wasserdampf kommt nicht zum Einsatz; dies ist teils nur bei Heizkörpern der Fall. Elektrische Fußbodenheizungen werden im Regelfall nicht mehr verbaut, da sie einen hohen Energieverbrauch aufweisen und damit nicht effizient sind.

Wandheizung

Eine Wandheizung kann – ebenfalls in Form von Kunststoffrohren, durch die Warmwasser fließt – in der Wand eingeputzt werden. Alternativ lässt sich diese Art der Raumerwärmung auch in einer Trockenbauweise montieren und mit Gipskartonplatten verschalen. Effizient ist die Wandheizung allerdings nur bei einer wirksamen Wärmedämmung, da sonst ein großer Teil der Wärme direkt durch die Außenwand in die Umwelt statt in die Innenräume abgegeben wird. Wie eine Fußboden- spielt auch die Wandheizung gut mit energieeffizienten Heizsystemen zusammen, da sie auf geringe Vorlauftemperaturen ausgelegt ist. Ein Nachteil: Die Wandgestaltung wird eingegrenzt, da Nägel, Schrauben, Dübel und Co. die Heizrohre beschädigen können.

Luftheizung

Luftschächte, die warme Luft bodennah in Wohnräume lassen, sind ebenfalls eine gute Möglichkeit, um die in Heizsystemen erzeugte Wärme im Gebäude zu verbreiten. Moderne Lösungen sehen zudem eine Kopplung mit Lüftungsanlagen vor, die automatisch gesteuert werden. Kommt nicht gerade eine „Luft-Luft-Wärmepumpe“ zum Einsatz, kann die warme Luft auch vermittels Wärmetauscher erzeugt werden, welche die thermische Energie der anderen oben benannten Systeme nutzen. Anpassungen am Thermostat werden hier schneller spürbar als bei der Wand- und Fußbodenbeheizung. Jedoch sollte der Platzbedarf der Luftschächte bedacht werden; sie haben einen großflächigen Querschnitt.

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Wir beraten Sie gern hinsichtlich des Heizsystems in Ihrem Haus. Als Energieberater mit Fachwissen im Bauingenieurswesen sind wir Ihr Ansprechpartner für Hausbau, energetische Sanierung, Modernisierung, Wärmeschutznachweis, Sanierungsfahrplan und Baubegleitung. Nehmen Sie jetzt Kontakt auf, damit ihr Projekt zum Erfolg wird!

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