Dachdämmung nach EnEV und EWärmeG

EnEV-Dachdämmung

Veröffentlicht am 22.10.2019


In der Energieeinsparverordnung, kurz EnEV, sind seit 2014 u. a. Vorgaben und Richtlinien für die Dachdämmung enthalten. Diese sollen in Kombination mit weiteren Vorgaben, Regelungen und Gesetzen zu einer hohen Energieeffizienz von Gebäuden führen. Vor allem Wohngebäude sollen als Neubau oder nach einer energetischen Sanierung effizient sein, wenig Energie verbrauchen und nicht viel Wärme für die Beheizung der Räume benötigen. Im Folgenden finden Sie deshalb Informationen zur EnEV-Dachdämmung und zu den Dämmarten am Dach: Aufsparrendämmung, Zwischensparrendämmung und Untersparrendämmung.

Gesetzliche Vorgaben für die Dachdämmung laut EnEV

Bei einem Bestandsbau, der nach dem 1. Februar 2002 gekauft wurde, reicht laut der EnEV die Dämmung der obersten Geschossdecke. Das heißt, dass die Etage unter dem Dachboden nach oben hin abgedämmt werden muss. Das kann durch Dämmstoffe (etwa Dämmplatten) realisiert werden, die auf dem Fußboden der unter dem Dach liegenden Räumlichkeiten aufgebracht werden – respektive in der Geschossdecke darunter. Natürlich kann in einem solchen Haus auch das Dach gedämmt werden. Die Arten der Dachdämmung haben wir Ihnen weiter unten aufgeführt.

Sollten Sie das Haus vor dem oben genannten Stichtag gekauft haben oder ist es bereits gedämmt, dann ist eine nachträgliche Dämmung nicht verpflichtend. Jedoch empfehlen wir Ihnen, das Dach bzw. das Geschoss darunter gegen eine Abstrahlung der Wärme der Immobilieninnenräume abzuschotten. So können Sie Ihre Heizkosten respektive die Menge an einzusetzendem Heizmaterial reduzieren – Sie sparen hinsichtlich der Heizkosten bis zu 20%. Durch eine Energieberatung vor Ort können Sie genaue Werte ermitteln lassen.

Regelungen zur Dämmung von Dach oder Geschoss nach EnEV 2014 & 2016

Seit Anfang 2016 müssen die Decke des obersten Geschosses oder das Dach darüber gedämmt sein. Dabei gilt ein maximaler Wärmedurchgangskoeffizient respektive U-Wert von 0,24 W/(m²·K). Abweichend kann das Dach auch nach EnEV 2014 gedämmt sein. Falls das Haus schon vor dem 1. Februar 2002 Ihr Eigentum war, gibt es keine Regelung, aber wie oben bereits angemerkt die Empfehlung, zur Erhöhung der Energieeffizienz dennoch eine Dämmung vorzunehmen. Je nach Material und Dämmart entstehen bei der Dämmung der Geschossdecke bzw. des Dachbodens Kosten von bis zu 50 Euro pro m2; für das Dach zwischen 100 und 200 Euro pro m2.

Hohes Bußgeld bei Missachtung der EnEV-Dachdämmung

Wurde in einem Haus, das ab Februar 2002 gekauft wurde, noch keine Geschossdeckendämmung oder Dachdämmung eingebracht, sollten Sie nicht länger warten. Die Übergangsfrist der in der EnEV 2014 festgeschriebenen und oben erläuterten Regelungen lief bereits 2016 ab. Das Bußgeld ist mit einer Höhe von 50.000 Euro festgeschrieben. Die möglichen Kosten für die nötigen Maßnahmen sind wesentlich geringer und amortisieren sich bereits nach einigen Jahren durch die Ersparnisse beim Heizen. Für die energetische Sanierung Ihrer Immobilie, eine BAFA Vor-Ort-Beratung, einen Sanierungsfahrplan und mehr können Sie uns von Energy Building als geprüfte Energieberater anfragen!

Dämmarten an Dach und Dachsparren

Für den Neubau, die Neueindeckung des Dachs und die nachträgliche Dämmung bestehender Dächer gibt es verschiedene Möglichkeiten der Einbringung von Dämmstoffen. Die einzelnen Maßnahmen unterscheiden sich zudem im Platzbedarf nach innen und außen sowie hinsichtlich der Kosten. Für den allgemeinen Überblick haben wir Ihnen im Folgenden die verschiedenen Dämmarten am Dach aufgeschlüsselt.

Aufsparrendämmung

  • Vor allem bei der Neueindeckung sinnvoll, da der Dämmstoff auf den Sparren, also außen aufgebracht wird
  • Durch die Gesamtkosten der neuen Dacheindeckung ist dies die teuerste Art der Wärmedämmung am Dach
  • Nach innen ist diese Wärmedämmung platzsparend und damit ideal, wenn unterm Dach Wohnraum geschaffen wird
  • Da Wärmebrücken quasi komplett ausbleiben, ist die Aufsparrendämmung energetisch am effizientesten
  • Zur Verwendung kommen hochwertige Dämmsysteme, meist Dämmplatten aus Glaswolle, Steinwolle, Holzfaser, Polyurethan oder Polystyrol
  • Die Kosten belaufen sich zwischen 70 und 120 Euro pro Quadratmeter für die Aufsparrendämmung; zwischen 150 und 250 Euro inklusive der Dacheindeckung
  • Eine Förderung (KfW-430) sowie ein Kredit (KfW-152) durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau sind möglich

Zwischensparrendämmung

  • Die Dämmung unter den Dachziegeln und zwischen den vertikal verlaufenden Sparren ist die üblichste Art der (nachträglichen) Dachwärmedämmung
  • Gedämmt wird hier der Sparrenzwischenraum; auf den Sparren selbst kommt keine Dämmung zum Einsatz
  • Es handelt sich um eine einfache und schnell realisierbare Möglichkeit, das Dach zu dämmen
  • Als Material kommt hier meist Klemmfilz zum Einsatz, gemacht aus Hanf, Steinwolle, Holzfaser, Zellulose oder Glaswolle
  • Wichtig ist die Anpassung der Dämmplatten und das passgenaue Einbringen zwischen den Sparren, um Wärmebrücken zu vermeiden
  • Die Kosten der Zwischensparrendämmung unterm Dach können sich auf 50 bis 80 Euro pro Quadratmeter belaufen
  • Eine Förderung (KfW-430) sowie ein Kredit (KfW-152) durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau sind möglich

Untersparrendämmung

  • In den meisten Fällen keine Alternative zu den vorbenannten Arten (ist auch nicht EnEV-konform), sondern ein Zusatz für die Zwischensparrendämmung
  • Die Untersparrendämmung liegt am meisten im Dachraum und dient dort der Wärme- und Schallisolierung
  • Vorteile sind die einfache Nachrüstung in einer bewohnten Immobilie sowie die Dämmung der Sparren, welche bei der vorigen Art ausgespart werden
  • Das Dämmmaterial unter den Dachsparren ist meist PU-Hartschaum, Glaswolle oder Steinwolle in Form von dünnen Platten oder Matten
  • Trotz einfach wirkender Nachrüstung dieser zusätzlichen Dachdämmung, die Ihre Immobilie noch energieeffizienter macht, sollten Sie die Arbeiten von Fachleuten erledigen lassen
  • Materialkosten und Einbau können sich zwischen 30 und 60 Euro pro Quadratmeter belaufen; bei zusätzlichen Maßnahmen mehr
  • Eine Förderung (KfW-430) sowie ein Kredit (KfW-152) durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau sind möglich

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