Wärmschutznachweis EnEV und EWärmeG

Wärmeschutznachweis für Ihr Haus

Der Wärmeschutznachweis ist eine Berechnung der Primär- und Endenerige, mit dem die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften überprüft wird. Wer einen Bauantrag stellt, ist verpflichtet dieses Dokument einzureichen.

Der Wärmeschutznachweis für ein Gebäude sagt aus, dass die Immobilie nach den Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) und der DIN 4108 gebaut oder saniert wurde. Der Nachweis über den Wärmeschutz ist dabei aber nicht erst nach dem Bau, sondern schon im Rahmen des Bauantrags bzw. im Antrag für BAFA- oder KfW-Fördermittel zu erbringen. Er sollte daher nicht mit dem Energieausweis verwechselt werden.

Wärmeschutznachweis bringt Vorteile für die Bauplanung

Durch den Wärmeschutznachweis, genauso wie durch einen Sanierungsfahrplan und ähnliche, durch Fachkräfte erstellte und rechtskonforme Dokumente, gibt es für Bauherren zahlreiche Vorteile. Nicht nur kann damit der Bauantrag vollständig eingereicht werden. Auch dienen die Berechnungen und Nachweise zur Einhaltung von EnEV, EEWärmeG, DIN und weiteren Gesetzen, Verordnungen, Kennzahlen und Normen als Grundlage für die Förderung der Baumaßnahmen durch KfW, BAFA und BEG. Außerdem ist die Auswahl der richtigen Baustoffe und Dämmstoffe für ein nachhaltiges Haus, das die beschriebenen Anforderungen erfüllt, bei professioneller Beratung einfacher. Im Rahmen der Nutzung der Immobilie profitieren Sie von einem optimalen Wohngefühl, dank energetisch optimalem Raumklima.

Wärmeschutznachweis für Neubau oder Sanierung

Basierend auf der EnEV wird für einen Neubau oder eine Sanierung ein anzustrebender energetischer Standard vorgeschrieben. Unter die Faktoren zur Erreichung fallen neben der Wärmedämmung auch andere, wie beispielsweise Heizanlagen und die Raumbelüftung. Betrachtet werden im Überblick die folgenden Kennzahlen:

Primärenergiebedarf

Wie viel Energie benötigt das Gebäude um ausreichend geheizt zu werden? Dieser umfassende Wert betrachtet neben dem benötigten Energieträger auch den Wärmeverlust von Heizanlage und Gebäudehülle sowie den Energiebedarf, der für die Förderung, die Bearbeitung und den Transport besagten Energieträgers anfällt. Der Primärenergiebedarf im Wärmeschutznachweis kann also als besonders nachhaltige Kennzahl interpretiert werden.

Transmissionswärmeverlust

Wie viel Energie geht über die Hüllfläche der Immobilie verloren? Bei einem Neubau oder einem energetisch sanierten Haus ist der Wert dank moderner Wärmedämmung, Wärmeschutzglas und ähnlichen Bauelementen niedrig. Altbauten ohne nennenswerte Sanierung weisen einen hohen Wert auf.

Sommerlicher Wärmeschutz

Wie sehr heizt sich das Haus bei Einstrahlung der Sommersonne auf? Auch hier weisen Neubauten in der Regel einen guten Wert auf, sodass nachgewiesen werden kann, dass die Wärme im Innenraum im Sommer nicht zu hoch ansteigt und beispielsweise mehr Energie für die Klimaanlage verwendet werden muss.

Wärmschutznachweis EnEV und EWärmeG

Richtwerte bei der energetischen Sanierung

Durch die Energieeinsparverordnung sind Maßnahmen zur Berechnung von Grenzwerten vorgegeben. Anhand dieser ist u. a. nachzuweisen, dass eine energetische Gebäudesanierung den gewünschten Effekt erzielt. So soll der Primärenergiebedarf durch Dämmung, Austausch der Heizanlage, neuer Verglasung, etc. um mindestens 25% gesenkt werden. Der Wärmeschutz der Gebäudehülle soll gleichzeitig um mindestens 20% verbessert werden. Um also den gewünschten Effekt aufzuzeigen und nachzuweisen, hält die EnEV die oben beschriebenen Kennzahlen und Anforderungen an deren Optimierung bereit.

Wärmschutznachweis EnEV und EWärmeG

Bei Neubau kommt das EEWärmeG hinzu

Neben der EnEV ist bei der Planung sowie beim Bauantrag für ein neues Haus auch das Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz (EEWärmeG) zu beachten. Zwar sollen die beiden Regelungen in Zukunft als Gebäudeenergiegesetz (GEG) zusammengebracht werden; bis dahin sind sie aber auch getrennt voneinander gültig. Ein Neubau muss dem EEWärmeG nach einen Teil seines Wärmeverlustes (s. Transmissionswärmeverlust) durch Ersatzmaßnahmen ausgleichen, welche behördlich anerkannt sein müssen. Dazu kann die Nutzung respektive Erzeugung und Einspeisung von erneuerbaren Energien zählen. Wir beraten Sie gern zu diesem und allen anderen angesprochenen Themen.

Vor welchen baulichen Maßnahmen ist der Wärmeschutznachweis wichtig?

Der Nachweis eines zu verbessernden Wärmeschutzes ist immer dann zu erbringen, wenn durch eine Sanierung, einen Anbau oder eine andere bauliche Veränderung die beheizte Nutzfläche (Wohnfläche, Büro, etc.) erweitert wird. Auch wenn mehr als 10% der Gebäudehülle durch die Umbau- oder Sanierungsmaßnahmen betroffen sind, greift die Energieeinsparverordnung. Dabei gelten als Hülle des Gebäudes die außenliegenden Teile wie die Fassade und die Dämmung.

Wann und wo kommt kein Nachweis des Wärmeschutzes zum Einsatz?

Soll eine beheizte Fläche (bspw. Wohnimmobilie) durch einen Umbau nicht erweitert werden und werden auch nicht mehr als 10% der Gebäudehülle durch die Maßnahmen verändert, braucht es keinen Wärmeschutznachweis. Außerdem gibt es auch Gebäude und Gebäudeteile, die nicht der EnEV unterliegen. Dazu gehören beispielsweise Wochenendhäuser, Ferienhäuser, Gewächshäuser, Kirchen, Ställe, Zelte und andere, nicht (regelmäßig) beheizte Gebäude.

Sonderfall Anbau

Neben einem kompletten Neubau oder der Sanierung einer Bestandsimmobilie planen Sie vielleicht einen Anbau. Auch für diesen gibt es Regelungen, die Sie beachten müssen und zu denen wir Sie gern beraten. Wann für den Anbau ein Wärmeschutznachweis erforderlich ist, haben wir im Folgenden für Sie zusammengefasst:

  • Anbau von unter 50 qm Nutzfläche: nach dem Bauteilverfahren müssen nur die Außenbauteile der EnEV entsprechen
  • Anbau von über 50 qm Nutzfläche: neben der EnEV-Erfüllung der Außenbauteile muss auch der sommerliche Wärmeschutz nachgewiesen werden
  • Anbau von über 50 qm Nutzfläche + Einbau neuer Heizung: es gelten dabei Neubauanforderungen, welche auch die Berechnung des Primärenergiebedarfs vorsehen
Wärmschutznachweis EnEV und EWärmeG

Der Wärmeschutznachweis für Ihren Neubau, den Anbau an Ihre Immobilie oder die Sanierung Ihres Hauses ist ab einem bestimmten Aufwand zwingend notwendig. Er sorgt für den Nachweis einer energetischen Verbesserung der Immobilie und ihrer einzelnen Teile. Erst damit wird eine Baugenehmigung erteilt und die Basis für eine Förderung für ein KfW-Effizienzhaus, eine BAFA- oder eine BEG-Förderung geschaffen. Haben Sie noch Fragen oder suchen Sie eine Fachkraft, die Ihnen die nötigen Werte berechnet, Dokumente erstellt und Sie bei Ihrem Vorhaben berät, dann nehmen Sie Kontakt zu uns auf. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

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