Heizen ohne Gas – Erneuerbare Energien als Alternative

Heizen ohne Gas – Erneuerbare Energien als Alternative

Veröffentlicht am 11.04.2022

Heizen ohne Gas, dieses Thema wird nicht nur in Deutschland gerade immer aktueller. Hierzulande lässt sich die Abkehr von Gas und Öl für die Heizung und Warmwasserbereitung allerdings durch Subventionen leichter gestalten. Als Alternative werden zum Beispiel das Heizen mit Wärmepumpe, Pelletheizung, Solarthermie und ähnlicher Technik gefördert. Wenn auch Sie in 2022 von Erdgas auf Alternativen umsteigen sowie damit nicht nur sicherer heizen, sondern auch Emissionen sparen wollen, dann finden Sie hier die passenden Informationen. Nehmen Sie für eine professionelle Energieberatung sowie einen Vor-Ort-Termin auch gern Kontakt zu uns auf.

Heizen ohne Gas – Moderne Alternativen zur Gasheizung nutzen

Sowohl die Gewinnung von Wärme für die Heizung und die Warmwasserbereitung als auch die Gewinnung von Strom für den Haushalt können heutzutage gut mit erneuerbaren Energien realisiert werden. Eine Solarthermie auf dem Dach nutzt – ähnlich einer Photovoltaik-Anlage für die Gewinnung von Strom aus Solarenergie – als Solar-Anlage die Strahlung der Sonne. Die gewonnene Wärme wird für das Wasser der Heizanlage sowie nach Möglichkeit auch für das Wasser aus der Leitung verwendet. 

Ähnlich ist es bei einer Wärmepumpe. Es gibt verschiedene Modelle, welche die thermische Energie vermittels Wärmetauscher aus der Luft, aus dem Boden oder aus dem Grundwasser ziehen können. Auch hier können Sie also auf fossile Energieträger verzichten und zudem Kosten für deren Anschaffung und Lagerung sparen. Mit dieser Technik heizen Sie das Gebäude nicht nur unabhängig von Gaslieferungen, sondern auch in vielen verschiedenen Punkten nachhaltig.

Es gibt die folgenden drei Arten von Wärmepumpen, die entweder die gewonnene Wärmeenergie auf Wasser (Heizkessel oder Leitungswasser) übertragen oder gewonnene Warmluft in die Lüftung des Gebäudes einspeisen:

  • Luft-Wärmepumpe: Diese Wärmepumpen ziehen die Energie für die Wärme im Gebäude aus der Umluft (ggf. auch aus der Abluft der Gebäudelüftung)
  • Sole-Wärmepumpe: Diese Wärmepumpen ziehen die Energie für die Wärme im Gebäude aus dem Erdreich
  • Wasser-Wärmepumpe: Diese Wärmepumpen ziehen die Energie für die Wärme im Gebäude aus dem Grundwasser

Bei einer Heizung ohne Gas kann es sich aber auch um eine nachhaltige Anlage für die Verbrennung von Biomaterial handeln. Ein oft genanntes Beispiel ist dabei die Pelletheizung, bei der Holz in Brennkesseln mit hoher Energieausbeute verbrannt wird. Für eine noch größere Ausbeute kann durch einen Wärmetauscher die thermische Energie der Abgase dieser Heizungsart genutzt werden. Durch neuen Anbau des Heizmaterials in Form von Aufforstung ergibt sich auch hier eine CO2-Einsparung.

Heizungen ohne Öl und Gas werden in Deutschland gefördert

In Deutschland gibt es für Maßnahmen der energetischen Sanierung am Haus verschiedene Förderprogramme. Einige stammen von der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau), andere vom BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle). Die einzelnen Programme für Fördergelder und günstige Kredite werden in 2022 in der BEG zusammengefasst, der Bundesförderung für effiziente Gebäude. Dabei gibt es die Aufteilung in BEG WG für Wohngebäude, BEG NWG für Nichtwohngebäude und BEG EM für Einzelmaßnahmen wie etwa den Heizungstausch. 

Hierbei sind bis zu 45 Prozent als Förderung möglich, wenn Sie eine Heizung ohne Gas im Haus nutzen wollen. Denn zum Beispiel für eine Biomasse-Anlage zur effizienten Verbrennung von Holz gibt es standardmäßig 35 Prozent Förderung der Kosten. Einen Aufschlag um 10 Prozentpunkte gibt es, wenn Sie dabei die bisher genutzte Ölheizung ersetzen. Inklusive dieser Tauschprämie gibt es auch für den Einbau und die Nutzung einer Wärmepumpe oder einer Hybridheizung 45 Prozent der Kosten als Förderung.

Heizung Förderung Förderung + Tauschprämie
Biomasse-Anlage 35% 45%
Wärmepumpe 35% 45%
Solarthermie 30%
Hybridheizanlage 35% 45%
Gas-Hybridanlage 30% 40%
Gasheizung „Renewable Ready“ 20%

Fördergelder für die energetische Sanierung im und am Haus

Neben dem Heizen ohne Gas dank der Nutzung erneuerbarer Energien und entsprechender Heizsysteme gibt es von KfW und BAFA bzw. im Rahmen der BEG-Programme auch noch weitere Fördermittel. Denn die effiziente Nutzung von Energie ergibt sich nicht nur aus ihrer Gewinnung und Verteilung im Haus, sondern auch darin, sie nicht zu schnell an die Außenwelt abzugeben. So ist auch die Dämmung der Gebäudehülle sowie der Einsatz von Fenstern und Türen mit Dämmwirkung wichtig. Diese können die Heizsysteme ebenfalls entlasten sowie Heizkosten sparen.

Entsprechend wird die Dämmung von Dach, Außenwand, Keller und ähnlichen Bestandteilen des Hauses finanziell unterstützt. Um die Gebäudehülle komplett energieeffizient zu machen, gibt es auch Gelder für dämmende Fenster und Türen. Um eine Förderung zu bekommen, muss die Investition mindesten 2.000 Euro betragen. Für einzelne Wohneinheiten gibt es eine maximale Förderung von 60.000 Euro anfallender Kosten. Der Satz beträgt hierbei 20 Prozent, was insgesamt eine maximale Förderhöhe von 12.000 Euro ergibt.

Der individuelle Sanierungsfahrplan als Förder-Katalysator

Wollen Sie jetzt Ihre Gasheizung ersetzen, um beim Heizen auf Erdgas zu verzichten, bzw. die alte Ölheizung gegen CO2-arme Lösungen austauschen und darüber hinaus andere Maßnahmen der energetischen Sanierung am Haus vornehmen lassen? Dann empfehlen wir Ihnen den individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP). Dieser wird nach einer professionellen Energieberatung vor Ort inkl. Begutachtung der Immobilie und ihrer Möglichkeiten angefertigt. Der iSFP ist ein offizielles Dokument und hilft, die besten Maßnahmen zu finden sowie schneller Fördermittel dafür zu bekommen.

Wir von Energy Building bieten Ihnen diesen Service nebst weiteren Dienstleistungen der professionellen Energieberatung an – Baubegleitung, Blower-Door-Test, Thermografie, Energieausweis und mehr. Sowohl den Termin am und im Haus als auch die Ausstellung des Sanierungsfahrplans bekommen Sie gefördert. Dabei müssen Sie sich um nichts kümmern. Wir fordern die Förderung von 50 Prozent selber an. Zudem unterstützen wir Sie gern bei der Durchführung der Maßnahmen und der Fördermittelbeantragung. Nehmen Sie jetzt Kontakt zu uns auf und fragen Sie einen individuellen Termin an.

Heizen ohne Gas – Zusammenfassung zum Thema

Heizen ohne Gas ist durchaus möglich. Dank energieeffizienter Heizsysteme, welche in Deutschland der Energiewende bzw. Wärmewende zuträglich sind, können Sie sogar Kosten bei der Umstellung sparen, indem Sie eine Förderung in Anspruch nehmen. So steigen Sie mit staatlicher Unterstützung von einer Gasheizung auf Holz als Biomasse, auf eine Wärmepumpe, auf eine Solarthermie oder auf eine Kombination zweier Systeme als Hybridheizung um. 

Wollen Sie das Haus komplett energieeffizient sowie im Hinblick auf die investierten Kosten lukrativer machen, können Sie auch selber Strom erzeugen. Produzieren Sie mit einer Photovoltaik-Anlage mehr Strom als Sie verbrauchen, dann können Sie den Überschuss ins Stromnetz einspeisen und dafür eine Vergütung bekommen. Doch das ist ein Thema für einen anderen Ratgeber. Viel Erfolg beim Heizen ohne Gas!

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