Schrittweise Sanierung eines Einfamilienhauses in Stuttgart: Pelletheizung, Solaranlage und Dämmung der Gebäudehülle

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Ein Stuttgarter Einfamilienhaus aus dem Jahr 1972 – und Eigentümer mit einer klaren Haltung: Öl kommt nicht mehr in Frage. Nach einer Vor-Ort-Analyse und -Beratung haben wir einen individuellen Sanierungsfahrplan entwickelt, der Fördergelder optimal ausschöpft und die Sanierung in wirtschaftlich sinnvolle Schritte gliedert. Den Anfang macht die neue Pelletheizung.

Herausforderung

Das Gebäude präsentierte sich im Erstkontakt als typischer Vertreter seines Jahrgangs: energetisch schwach, mit deutlichem Handlungsbedarf an mehreren Stellen gleichzeitig.

  • Eine Ölheizung aus dem Jahr 1992 – technisch am Ende ihrer Lebensdauer, wirtschaftlich nicht mehr vertretbar

  • Einfachverglaste Holzfenster mit hohen Wärmeverlusten

  • Ungedämmte Außenwände und Dachflächen als größte Wärmebrücken

  • Lediglich die Haustür war bereits energetisch ertüchtigt worden

Die Eigentümer standen vor der Frage: Wie geht man eine solche Gesamtsanierung strukturiert und wirtschaftlich sinnvoll an – ohne sich finanziell zu übernehmen? Und: Welche Heizlösung passt zu uns – technisch, aber auch im Hinblick auf unsere Werte?

Unsere Rolle

Als Energieberatung haben wir das Projekt von Beginn an ganzheitlich begleitet – von der Vor-Ort-Analyse in Stuttgart über die Entwicklung eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) bis hin zur Förderbegleitung.

Unser Anspruch:

  • ehrliche, verständliche Beratung unter Einbezug der individuellen Vorstellungen der Eigentümer

  • Entwicklung einer Strategie, die zu den Eigentümern und ihrem Gebäude passt

  • maximale Ausschöpfung aller verfügbaren Fördermittel

  • technisch saubere und aufeinander abgestimmte Lösungen

Dabei war uns von Anfang an wichtig: Eine Gesamtsanierung muss nicht alles auf einmal bedeuten. Im Gespräch mit den Eigentümern haben wir gemeinsam erarbeitet, welche Maßnahmen kurzfristig dringend notwendig sind, welche mittelfristig sinnvoll folgen und welche sich langfristig einplanen lassen – realistisch, wirtschaftlich und ohne unnötigen Druck.

Aufnahme des Ist-Zustands vor Ort als Grundlage für die Entwicklung der Maßnahmenpakete
Erfassung des aktuellen Zustands vor Ort als Basis für die Ausarbeitung der Maßnahmenpakete
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Analyse und Bewertung

Die Vor-Ort-Beratung am Einfamilienhaus in Stuttgart bestätigte das Bild: Das Gebäude verlor Energie an nahezu jeder Stelle der Gebäudehülle. Gleichzeitig zeigte die Analyse, dass eine strukturierte Sanierung in aufeinander abgestimmten Paketen nicht nur möglich, sondern ausdrücklich empfehlenswert ist.

Wir haben vier Maßnahmenpakete entwickelt – klar priorisiert nach Dringlichkeit, Wirtschaftlichkeit und dem Wunsch der Eigentümer, in ihrem eigenen Tempo voranzugehen:

Maßnahmenpaket 1 – Heizung: Pellet-Brennwertkessel mit Solaranlage zur Heizungsunterstützung

Der dringlichste Schritt – und der erste, den die Eigentümer umgesetzt haben. Empfohlen haben wir einen modernen Pellet-Brennwertkessel im Kombibetrieb, ergänzt um eine Solaranlage zur Brauchwassererwärmung und Heizungsunterstützung.

Die Solaranlage speist ihre gewonnene Wärme in einen ausreichend dimensionierten Pufferspeicher ein. Aus diesem wird sowohl die Trinkwasserversorgung als auch – soweit das solare Angebot reicht – die Heizung gespeist. Da das solare Angebot in unseren Breiten während der Heizperiode naturgemäß begrenzt ist, übernimmt der Pelletkessel zuverlässig den Rest. Für die konkrete Ausführungsplanung ist eine detaillierte Abstimmung der Systemkomponenten erforderlich.

Pellets sind weitgehend CO₂-arm und regenerativ – der Kessel wird automatisch aus einem Pelletlager befüllt. Der höhere Eigenaufwand (Lager befüllen, gelegentliche Wartung) war den Eigentümern bewusst und ausdrücklich gewünscht.

Maßnahmenpaket 2 – Außenwanddämmung (mittelfristig geplant)

Die ungedämmte Fassade ist nach der Heizung der größte Hebel. Durch ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS) lassen sich die Transmissionsverluste über die Außenwände erheblich reduzieren – und die Wirkung der neuen Heizung kommt damit noch stärker zum Tragen.

Maßnahmenpaket 3 – Fenster (mittelfristig geplant)

Die alten Holzfenster werden durch moderne Dreifachwärmeschutzverglasungen ersetzt. Neben dem energetischen Gewinn verbessert sich auch der Schallschutz und der Wohnkomfort spürbar.

Maßnahmenpaket 4 – Dach (langfristig geplant)

Die Dämmung der Dachfläche schließt die Gebäudehülle energetisch ab und rundet die Sanierung ab. Gemeinsam mit Fassade und Fenstern entsteht so eine geschlossene, hochwertige Hülle – der krönende Abschluss der Gesamtstrategie.

Wie wir konkret unterstützt haben

  • Detaillierte Analyse des energetischen Ist-Zustands vor Ort

  • Ausarbeitung und Bewertung der Heizungsalternativen – mit ehrlicher Einschätzung zur Pelletlösung inklusive ihrer Anforderungen an die Eigentümer

  • Planung der Systemkombination Pelletkessel + Solaranlage inkl. Pufferspeicher-Dimensionierung

  • Prüfung bundeseinheitlicher und regionaler Förderprogramme

  • Sicherstellung aller technischen Fördervoraussetzungen (z. B. hydraulischer Abgleich)

  • Klare Priorisierung der weiteren Maßnahmenpakete mit zeitlichem und wirtschaftlichem Rahmen

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Ergebnis für die Eigentümer

Mit dem iSFP haben die Eigentümer heute eine klare Roadmap in der Hand: Welche Maßnahme kommt wann, was kostet sie, und welche Förderung steht bereit? Das schafft Planungssicherheit – ohne finanziellen Druck, alles auf einmal umzusetzen.

Der erste und wichtigste Schritt ist bereits getan: Die Ölheizung ist Geschichte. Das Haus wird jetzt regenerativ beheizt – mit einem System, das zu den Eigentümern und ihrer Lebensweise passt. Wir freuen uns, diesen ersten Meilenstein gemeinsam umgesetzt zu haben, und stehen den Eigentümern auch für die nächsten Schritte – Fassade, Fenster und Dach – weiterhin als verlässliche Ansprechpartner zur Verfügung. Wann immer der richtige Moment kommt, sind wir erreichbar.

Was ohne unsere professionelle Energieberatung in Stuttgart passiert wäre

Ohne strukturierte Energieberatung wären die typischen Fallstricke wahrscheinlich gewesen:

  • Heizungstausch ohne Abstimmung auf die Gebäudehülle – mit der Folge eines überdimensionierten Systems

  • Fördermittel nur teilweise oder gar nicht genutzt

  • fehlende Gesamtstrategie – einzelne Maßnahmen ohne roten Faden

  • fehlende Entscheidungsgrundlage bei der Wahl der Heiztechnologie

Kurz: Das Projekt wäre teurer ausgefallen, mit weniger Wirkung – und ohne den Überblick, was als nächstes sinnvoll folgt.

Fazit

Dieses Projekt zeigt, dass eine umfassende Sanierung nicht bedeutet, alles auf einmal anzugehen. Ein gut erstellter iSFP gibt Eigentümern die Freiheit, in ihrem eigenen Tempo voranzugehen – mit der Sicherheit, dass jeder Schritt zur Gesamtstrategie passt und Fördergelder optimal genutzt werden.

Den Anfang mit der Pelletheizung zu machen war für dieses Haus und diese Eigentümer die richtige Entscheidung – technisch, wirtschaftlich und im Einklang mit ihren Werten. Wir freuen uns auf die nächsten Kapitel dieser Sanierungsgeschichte.

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