Dachsanierung GdWE Berlin: F auf D, –37 % Energiebedarf, 51.600 EUR Förderung

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Dachsanierung MFH Berlin: KfW-Baubegleitung sichert 51.600 EUR Förderung – Klasse F auf D, U-Wert von 1,68 auf 0,14 W/(m²·K)

In diesem Praxisbeispiel zeigen wir, wie Energy Building eine Wohnungseigentümergemeinschaft (GdWE) bei einer Dachsanierung mit optimaler Förderstrategie, Energieberatung vor Ort in Berlin und professioneller KfW-Baubegleitung begleitet hat. Das Mehrfamilienhaus (Baujahr 1910, 6 Wohneinheiten, 772 m² Wohnfläche) hatte ein energetisch schlechtes Dach mit einem U-Wert von 1,68 W/(m²·K). Auslöser war eine Dachundichtigkeit. Durch die energetische Dachdämmung verbesserte sich der U-Wert auf 0,14 W/(m²·K) (–92 %), der Endenergiebedarf sank von 164 auf 104 kWh/m²a (–37 %), die Effizienzklasse von F auf D. Die Heizkosten sanken von 15.129 auf 9.634 EUR pro Jahr (–5.495 EUR/Jahr), der CO₂-Ausstoß von 42 auf 26 kg/m²a. Über die BEG EM (BAFA) wurden 20 % Förderung gesichert – das entspricht 51.600 EUR bei 258.000 EUR Investition. Eigenkosten: 206.400 EUR. Die KfW-Baubegleitung war dabei nicht optional, sondern Pflicht.

Projektsteckbrief

GebäudetypMehrfamilienhaus (MFH), 6 Wohneinheiten, GdWE
Baujahr1910 (Gründerzeit)
Wohnfläche gesamt772 m²
LageBerlin
Bisherige HeizungsartBrennwertheizung (Baujahr 2017)
AuslöserDachundichtigkeit – Instandsetzung ohnehin notwendig
Durchgeführte MaßnahmeDachdämmung (Aufsparren- / Zwischensparrendämmung)
Leistungen Energy BuildingiSFP · BEG-Antrag (BAFA) · KfW-Baubegleitung
FörderprogrammBEG EM Dach (BAFA), 20 % Fördersatz (inkl. iSFP-Bonus)
Förderbetrag51.600 EUR
Energieklasse vorher / nachherF → D
Projektzeitraum2025

Herausforderung 

Das Dach des Berliner Mehrfamilienhauses war energetisch in einem schlechten Zustand. Das Gründerzeitgebäude aus dem Jahr 1910 hatte mit einem U-Wert von 1,68 W/(m²·K) erhebliche Wärmeverluste über die Dachfläche – mit direkten Folgen für die Betriebskosten der Eigentümer:innen und den Wohnkomfort der Bewohner:innen. Der Endenergiebedarf lag bei 164 kWh/m²a (Effizienzklasse F), die Heizkosten bei rund 15.129 EUR pro Jahr. 

Die konkreten Probleme im Überblick:

  • Hohe Wärmeverluste durch unzureichende Dachdämmung – U-Wert 1,68 W/(m²·K), Ziel: ≤ 0,14 W/(m²·K)

  • Dachundichtigkeit als akuter Handlungsbedarf – Instandsetzung ohnehin unausweichlich

  • Überdurchschnittlicher Heizenergiebedarf: 164 kWh/m²a und steigende Nebenkosten

  • Eingeschränkter Wohnkomfort im Winter (Kälte) und im Sommer (Überhitzung)

  • Komplexe Förderlandschaft und unklare Anforderungen an Antragstellung und Baubegleitung

Erschwerend hinzu kam: Die BEG-Förderung kann nur dann abgerufen werden, wenn bestimmte technische Mindestanforderungen nachweislich eingehalten werden – und der Förderantrag muss zwingend vor Beauftragung der Bauleistungen gestellt werden. Wer hier zu spät kommt oder die technischen Vorgaben nicht kennt, verliert bares Geld.

Unsere Rolle

Als unabhängige Energieberatung haben wir die Wohnungseigentümergemeinschaft (GdWE) als verlässliche Ansprechpartner:innen durch den gesamten Prozess begleitet – von der Förderstrategie über die Angebotsprüfung bis hin zur abschließenden Qualitätssicherung auf der Baustelle.

Unsere Aufgaben in diesem Projekt:

  • Erstellung eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) als Grundlage für die BEG-Förderung und den iSFP-Bonus

  • Entwicklung einer maßgeschneiderten Förderstrategie (BEG EM Dach, BAFA)

  • Technische Fachplanung und Vorbereitung der Förderantragsunterlagen

  • Prüfung und Bewertung der Angebote ausführender Unternehmen

  • KfW-Baubegleitung mit Vor-Ort-Begehungen während der Bauphase

  • Erstellung der Förderbestätigung nach Abschluss der Maßnahme

Unser Anspruch: Nicht nur Formulare ausfüllen – sondern wirklich verstehen, was das Gebäude braucht, und die Eigentümer:innen mit klarem Kopf durch den Förderdschungel führen.

Analyse und Bewertung

Energetische Bestandsaufnahme

Zu Beginn haben wir den Ist-Zustand des Dachs energetisch analysiert und bewertet. Im Rahmen der Erstellung des iSFP erfassten wir:

  • U-Wert Dach: 1,68 W/(m²·K) – Ziel BEG EM Dach: ≤ 0,14 W/(m²·K)

  • Endenergiebedarf: 164 kWh/m²a (Effizienzklasse F)

  • CO₂-Ausstoß: 42 kg/m²a

  • Heizkosten: ca. 15.129 EUR pro Jahr (Brennwertheizung Baujahr 2017)

Technische Bewertung und Fördervoraussetzungen

Folgende Aspekte standen im Mittelpunkt der technischen Bewertung:

  • Ermittlung des Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) der bestehenden Dachkonstruktion: 1,68 W/(m²·K)

  • Definition der erforderlichen Dämmstoffdicken zur Erreichung des BEG-Zielwerts von ≤ 0,14 W/(m²·K)

  • Analyse kritischer Wärmebrücken an Anschlusspunkten und Durchdringungen

  • Bewertung der Luftdichtheitsebene und möglicher Schwachstellen

Auf Basis dieser Analyse erarbeiteten wir eine klare Empfehlung für die energetische Optimierung der Dachkonstruktion – so dokumentiert, dass sie direkt als Grundlage für die Förderantragstellung dienen konnte.

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Wie wir konkret unterstützt haben

Unsere Unterstützung war nicht auf einen einzigen Moment beschränkt, sondern zog sich durch alle Phasen des Projekts:

Vor der Bauphase

  • Erstellung des individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) inkl. Maßnahmenpriorisierung

  • Fristgerechte Antragstellung beim BAFA vor Vergabe der Bauleistungen – Pflicht für den Förderanspruch

  • Erstellung der vollständigen technischen Projektbeschreibung als Förderantrag

  • Prüfung der eingeholten Angebote auf Förderfähigkeit der geplanten Dämmstoffe, U-Werte und Wirtschaftlichkeit

  • Beratung der Eigentümer:innen zu technischen Optionen und deren Vor- und Nachteilen

Während der Bauphase

  • Mehrere Baustellenbegehungen zur Qualitätssicherung der Dämmstoffverlegung

  • Kontrolle der luftdichten Anschlüsse und kritischen Detailausführungen

  • Direkte Abstimmung mit Bauleitung und Handwerksbetrieben vor Ort

  • Fotodokumentation aller energetisch relevanten Ausführungen als Nachweisgrundlage

Nach der Bauphase

  • Technische Abschlussbewertung und Erstellung der Förderbestätigung

  • Übergabe aller Unterlagen zur Auszahlung der Fördermittel (51.600 EUR)

WICHTIG: Die KfW-Baubegleitung ist bei BEG-geförderten Maßnahmen keine optionale Zusatzleistung, sondern Pflicht. Ohne einen zugelassenen Energieeffizienz-Experten (EEE) als Fachplaner und Baubegleiter ist die Förderbestätigung nicht möglich – und damit die Auszahlung der Fördermittel nicht erreichbar. Energy Building ist als EEE zugelassen und übernahm diese Rolle vollständig.

Ergebnis für die Eigentümer:innen

Die Dachsanierung wurde technisch einwandfrei und vollständig förderfähig umgesetzt. Die GdWE konnte die Fördermittel vollständig abrufen und profitiert dauerhaft von:

Energetische Kennwerte: Vorher / Nachher

Kennwert Vorher Nachher Veränderung
EnergieeffizienzklasseFD↑ 2 Klassen
Endenergiebedarf (kWh/m²a)164 kWh/m²a104 kWh/m²a– 37 %
U-Wert Dach (W/(m²·K))1,68 W/(m²K)0,14 W/(m²K)– 92 %
CO₂-Ausstoß (kg/m²a)42 kg/m²a26 kg/m²a– 38 %
Heizkosten / Jahr15.129 EUR9.634 EUR– 5.495 EUR/Jahr

Förderung im Überblick

Förderprogramm Satz Betrag Besonderheit
BEG EM Dach – BAFA20 %51.600 EUR15 % + 5 % iSFP-Bonus, U-Wert-Ziel ≤ 0,14 W/(m²K)
Gesamte Investitionskosten258.000 EURDachdämmung inkl. Handwerker, brutto
Gesamte Förderung20 %51.600 EURBEG EM BAFA-Zuschuss
Effektive Eigenkosten80 %206.400 EURNach Abzug aller Zuschuesse

Die GdWE profitiert außerdem von einem dichten, instandgesetzten Dach, das weitere Feuchteschäden verhindert, und von einem deutlich verbesserten Wohnkomfort in den Dachgeschosswohnungen. Die Wertsteigerung der Immobilie in einem Berliner Gründerzeitgebäude ist ein weiterer Effekt.

Was ohne uns passiert wäre

Ohne eine strukturierte Förderberatung und professionelle KfW-Baubegleitung hätte das Projekt einen ganz anderen Ausgang gehabt:

  • Kein BEG-Förderantrag rechtzeitig gestellt: Der Antrag muss vor Beauftragung der Bauleistungen gestellt werden. Wer zuerst den Handwerker beauftragt, verliert 51.600 EUR Förderung vollständig

  • Kein iSFP-Bonus: Ohne vorliegenden Sanierungsfahrplan wäre der 5 %-Bonus entfallen – rechnerisch ca. 12.900 EUR weniger Förderung

  • Keine Förderbestätigung ohne EEE-Baubegleitung: Ohne zugelassenen Energieeffizienz-Experten (EEE) ist die Auszahlung der BEG-Förderung nicht möglich – unabhängig davon, wie gut die Dämmung technisch ausgeführt ist

  • Technische Mängel ohne Qualitätssicherung: Fehler bei Detailausführungen (Luftdichtheit, Wärmebrücken, Anschlüsse) wären unentdeckt geblieben und hätten die Förderkonformität gefährdet

  • Schlechte Angebotswahl: Ohne unabhängige Angebotsprüfung auf Förderfähigkeit hätten ausführende Unternehmen möglicherweise Materialien eingesetzt, die die BEG-Anforderungen nicht erfüllen

Der finanzielle Unterschied: 51.600 EUR nicht abgerufene Förderung – bei einem Gründerzeitgebäude dieser Größe und Komplexität ein erheblicher Betrag, der die gesamte Wirtschaftlichkeit der Sanierung verändert.

Fazit zur Energieberatung

Dieses Berliner Praxisbeispiel zeigt, was KfW-Baubegleitung wirklich bedeutet: kein bürokratischer Zusatz, sondern der Schlüssel zur Förderung. Ohne einen zugelassenen Energieeffizienz-Experten, der Antrag, Planung, Baubegleitung und Förderbestätigung übernimmt, ist die BEG-Förderung für Wohngebäude nicht abrufbar.

Ergebnis: 51.600 EUR Förderung, –37 % Endenergiebedarf, –5.495 EUR Heizkosten pro Jahr. Das Dach ist dicht, die GdWE hat die maximale Förderung gesichert – und die Bewohner:innen haben ein komfortables Dachgeschoss.

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Häufige Fragen zur KfW-Baubegleitung bei Dachsanierungen

Ja. Bei der BEG EM (Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen) für Wohngebäude ist ein zugelassener Energieeffizienz-Experte (EEE) als Fachplanung und Baubegleitung Pflicht. Der EEE stellt den Förderantrag, begleitet die Bauphase und erstellt die Förderbestätigung, ohne die die Fördermittel nicht ausgezahlt werden. Energy Building ist als EEE zugelassen.

BEG EM Dach (BAFA): 15 % Grundförderung + 5 % iSFP-Bonus = 20 %, wenn ein gültiger individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) vorliegt und die Maßnahme enthalten ist. Voraussetzung: U-Wert des Dachs nach Maßnahme ≤ 0,14 W/(m²·K). Im Berliner Praxisbeispiel: 20 % auf 258.000 EUR förderfähige Kosten = 51.600 EUR Förderung.

Ja. Eine GdWE ist antragsberechtigt für die BEG EM und die BEG WG (Wohngebäude). Der Antrag wird von der Hausverwaltung oder einem bevollmächtigten Verwalter gestellt. Für die BEG EM ist ein Energieeffizienz-Experte (EEE) als Fachplanung und Baubegleitung Pflicht – das ist die Kernleistung von Energy Building in diesem Berliner Praxisbeispiel.

Der BEG-Antrag beim BAFA muss zwingend vor Abschluss des Lieferungs- oder Leistungsvertrags mit dem Fachunternehmen gestellt werden. Ein Planungsauftrag oder eine unverbindliche Kostenabschätzung ist dagegen unschädlich. Wer zuerst den Handwerker beauftragt und dann den Antrag stellt, verliert den gesamten Förderanspruch – unabhängig davon, wie gut die Maßnahme technisch ausgeführt wird. Im Berliner Praxisbeispiel: drohender Verlust von 51.600 EUR.

Die KfW-Baubegleitung (bzw. BEG-Baubegleitung durch einen EEE) prüft vor allem: die korrekte Ausführung der Dämmschichten (Dicke, Material, U-Wert-Nachweis), die Luftdichtheitsebene und ihre Anschlüsse, Wärmebrücken an kritischen Detailpunkten (Traufe, First, Gauben, Durchdringungen) sowie die Übereinstimmung der tatsächlich eingesetzten Materialien mit den im Förderantrag beschriebenen. Energy Building hat in diesem Berliner Projekt mehrere Baustellenbegehungen durchgeführt und alle energetisch relevanten Ausführungen fotografisch dokumentiert.

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