Außenwand und Außenwanddämmung bei energetischer Sanierung

Die Außenwand – Energetische Sanierung

Veröffentlicht am 21.11.2019

Ob direkt eingeplante Wärmedämmung der Fassade bei einem Neubau oder energetische Sanierung einer bereits bestehenden Immobilie – damit das Haus energieeffizient ist und Sie bei den Heizkosten sparen können, muss eine Dämmung bestehen. Ansonsten ist die Außenwand in Herbst und Winter kalt, kühlt den Innenraum und sorgt für hohe Heizkosten, für kondensierende Luftfeuchtigkeit und somit für Schimmel. Mit der richtigen Dämmung für Ihr Haus und dessen Fassade gehen Sie diesen Gefahren aus dem Weg. Und die Wand bleibt im Winter warm.

Wärmedämmung der Außenwand: Möglichkeiten für Bau und Sanierung

Aufgrund der großen Fläche verliert ein Haus viel Wärme über die Außenwände. Deshalb ist es wichtig, dass sowohl Neubauten als auch Altbauten eine gute Wärmeisolierung haben. Genauso wie die Dämmung im Dach und wärmeschutzverglaste Fenster taugt eine gute Wärmedämmung der Außenwand auch dazu, die energetische Effizienz nach Energieeffizienzverordnung (EnEV) und Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) zu erreichen. Dies sorgt dafür, dass der Neubau oder die Sanierung der Bestandsimmobilie von der KfW, dem BAFA und / oder per BEG gefördert werden kann. Benötigen Sie eine Energieberatung mit Fachwissen aus dem Bauingenieurswesen, dann nehmen Sie gern Kontakt zu uns auf!

Ersetzt monolithisches Bauen die Fassadendämmung?

Wird ein Haus in massiver Bauweise mit Stein oder Ziegeln gebaut, spricht man auch von einem monolithischen Bau. Nachdem Stein auf Stein gebaut wurde, wird sowohl die Außenwand – also die Fassade – als auch die Innenseite der Wände verputzt. Doch braucht es zuvor eine Dämmung? Nicht unbedingt! Geht man von regulären Lochziegeln oder Hochlochziegeln aus, müsste die einschalig errichtete Wand zwar 1,20 m Dick sein, um EnEV-Anforderungen zu entsprechend, aber es gibt mittlerweile modernere Baumittel, welche dies schon bei 30 cm Wandstärke schaffen. Sogenannte Wärmedämmziegel mit niedrigen Wärmeleitzahlen sorgen dafür, dass ohne eine zusätzliche Dämmschicht der Energieverlust des Hauses geringgehalten werden kann.

Kurzum: Die monolithische Bauweise geht, bei der Verwendung entsprechender Baustoffe, mit der Energieeinsparverordnung einher. Dazu braucht es keine zusätzliche Dämmung. Weitere Vorteile sind eine geringe Bauzeit, die Langlebigkeit des Baus und eine gute Nachhaltigkeit, da Sie sich keine Gedanken um Abbau und Entsorgung von Dämmstoffen im Falle einer Sanierung machen müssen. Und nicht zuletzt müssen Sie die Heizung nicht so oft auf hoher Stufe laufen lassen.

Der Holzrahmenbau mit Dämmstoffen direkt in der Wand

Ebenfalls für den Neubau in Betracht gezogen werden kann die Holzrahmenbauweise, welche die Dämmung ähnlich einer Zwischensparrendämmung im Dach enthält. Als Dämmstoff können hier aus Holz gefertigte Stoffe, Mineralwolle und andere zum Einsatz kommen. Der Aufbau unterscheidet sich je nach Bauvorhaben und Anspruch an die Dämmung. Oftmals kommt eine hinterlüftete Fassade zum Einsatz, hinter der verschiedene Schichten bearbeiteten Holzes, mindestens zwei Schichten Dämmstoffe, Verschalungen und ähnliches zum Einsatz kommen.

Das Ergebnis: Ein nachhaltig und effizient gedämmter Bau, der durch KfW, BAFA und BEG gefördert werden kann, die Heizung nicht überstrapaziert und somit ein wohliges Wohngefühl ohne hohe Energiekosten liefert. Energie sparen heißt dabei in direkter Konsequenz nicht nur, die Umwelt zu schützen, sondern auch Kosten zu sparen.

Den Altbau dämmen mit einem Wärmedämmverbundsystem (WDVS)

Bei einem Wärmedämmverbundsystem handelt es sich um ein mehrschichtiges System zum Dämmen von Außenwänden, eine mehrschichtige Fassadendämmung also. Vielleicht kennen Sie das WDVS auch unter den Namen Vollwärmeschutz oder Thermohaut. Der Aufbau gestaltet sich im Regelfall vom Mauerwerk nach außen in folgender Reihe:

  • Befestigung (Schienensystem, Kleber oder Dübel)
  • Dämmstoff (synthetisch-anorganisch, synthetisch-organisch, Verbund oder natürlich-organisch)
  • Putzträger (armierter Unterputz als Trägerschicht)
  • Oberputz (anorganisch oder organisch)
  • Gegebenenfalls Farbe (teilweise mit wasserabweisenden Eigenschaften)

Die Alternative: Vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF)

Ähnlich wie bei der Holzrahmenbauweise sorgt eine vorgehängte hinterlüftete Fassade dafür, dass die Innenwand warm bleibt, selbst wenn an der Außenwand niedrige Temperaturen herrschen. Regen und Wind werden durch die vorgehängte Fassade, also durch eine Art Verschalung, von Dämmstoff und Mauerwerk ferngehalten. Die Fassadendämmplatten liegen dabei auf dem Mauerwerk auf und sind an einer sogenannten Grundlattung ausgerichtet; ähnlich wie die Dämmung zwischen den Sparren im Dach. Auf der Grundlattung liegt die Konterlattung, welche als Abstandhalter fungiert. Darauf befindet sich die wetterfeste Vorsatzschale.

Die Kerndämmung für Gebäude mit zweischaliger Außenwand

Eine weitere Alternative beim energetischen Sanieren ist die Kerndämmung. Wie es der Name schon sagt, fungiert diese nicht als auf die Außenwand aufgebrachte Fassadendämmung. Vielmehr wird bei der Kerndämmung der Zwischenraum einer zweischaligen Wand befüllt. Dieser nachträgliche Wärmeschutz verursacht vergleichsweise wenig Kosten und wirkt sich nicht auf das Erscheinungsbild der Immobilie aus. Durch Öffnungen in der Außenwand wird bei dieser Dämmart Schüttgut oder Granulat zwischen die Mauerschalen eingebracht. Dabei ist wichtig, dass nur hydrophobe Dämmstoffe zum Einsatz kommen; also wasserabweisende Materialien.

Die Innendämmung ohne Einfluss auf Fassade und Putz

Die Innendämmung kommt nicht selten bei denkmalgeschützten Häusern zum Einsatz, deren Fassade nicht verändert werden soll. Zudem wird sie auch für Kellerräume genutzt. Das Haus wird also von außen nicht verändert, es ist auch kein Gerüst nötig. Der Dämmstoff wird von innen an die Wände angebracht. Dass folglich Energie gespart wird, macht sich schnell bemerkbar. Die Heizung muss weniger genutzt werden, um ein vollständiges Aufheizen der Räume zu erreichen. Wichtig ist die vollflächige und luftdicht schließende Anbringung (natürlich mit Aussparung der Fenster und Türen) an der Innenwand, damit nach außen kein Wasser kondensieren und so die Wand durchnässen kann. Nach innen atmungsaktive Dämmstoffe sind z. B. Porenbeton oder Kalziumsilikat-Platten.

Zusammenfassung zum Thema Wärmedämmung

Die Wärmedämmung eines Gebäudes, sowohl durch Fassadendämmung, Kerndämmung und Innendämmung ist machbar; und sie lohnt sich. Je nach Art von Bau, Sanierung oder Modernisierung kann ein anderes Dämmmaterial genutzt werden. Wichtig nach dem Bauen und Sanieren sind der anschließend gute Schutz vor Feuchtigkeit, ein niedriger Wert hinsichtlich der Wärmeleitfähigkeit und damit die Wärmeverluste-Vermeidung, die Teil der Energieeffizienz eines Gebäudes ist. Im Zusammenspiel mit dem richtigen Dach, gut verglasten Fenstern, entsprechenden Türen und nicht zuletzt einer optimalen Beratung zum Thema Energie im Haus bringen Ihnen die einzelnen Maßnahmen viele Vorteile.

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