Dachformen und energetische Sanierung von Dächern nach EnEV

Dachformen – Das Dach und seine Bauweisen

Veröffentlicht am 06.11.2019

Das Gesamtbild eines Hauses ergibt sich zu einem nicht unerheblichen Maß durch sein Dach. Jede Dachform bringt verschiedene Merkmale mit sich und wirkt sich auf die Beschaffenheit der Immobilie aus. Neben einer klassischen Dach-Bauweise wie dem Satteldach gibt es auch noch das Mansarddach oder das eher seltene Zeltdach – sowie noch einige weitere. In der folgenden Übersicht haben wir Ihnen konventionelle und moderne Dächer für Wohngebäude, wie sie in Deutschland vorzufinden sind, zusammengefasst. Am Ende finden Sie noch eine Übersicht mit speziellen Dachformen anderer Gebäudearten.

Energieberatung- Satteldach

Das Satteldach ist die wohl einfachste Dachform – zwei Flächen, die vom Dachfirst ausgehend an den langen Seiten des Hauses mit rechteckiger Grundfläche nach unten verlaufen. Kommt ein Satteldach zum Einsatz, werden die Giebelseiten des Hauses davon nicht geschützt. Eine steile Neigung eignet sich in Regionen mit viel Regen und / oder Stürmen. Ein flacher Winkel reduziert in Regionen mit viel Schnee die Gefahr durch Dachlawinen. Je nach genauem Winkel und Länge der zwei Dachseiten lässt sich nach Winkeldach, Gothisches Dach, Altfänkisches Dach, symmetrisch und asymmetrisch unterscheiden.

Energieberatung- Walmdach

Das Walmdach erweitert das Satteldach um zwei weitere Dachelemente an den Giebelseiten. So ist ein Wetterschutz nach vier statt nur nach zwei Seiten gegeben, sodass die Giebelfassade seltener sowie weniger intensiv gewartet werden muss. Besonders freistehende Gebäude profitieren von dieser Dach-Bauweise. Noch öfter als beim Satteldach kommen beim Walmdach Gauben zum Einsatz, um im Dachgeschoss den Wohnraum sowie den Lichteinfall zu vergrößern.

Krüppelwalmdach

Das Krüppelwalmdach ist eine Dachform, die wie eine Kombination aus Walmdach an der Oberseite und Satteldach an der unteren Weiterführung aussieht. Hier wird die Giebelseite des Dachgeschosses nicht komplett geschützt, sondern nur am und etwas unterhalb des Firsts. Das begünstigt giebelseitige Fenster im Dachgeschoss, ohne dass eine Gaube geschaffen werden muss.

Laternendach

Das Laternendach kann als eine Kombination aus zwei Sattel- oder Walmdächern beschrieben werden, bei dem die zwei Elemente mit einem senkrechten Bauabschnitt verbunden sind. Diese Dachart erinnert nicht nur in der Form an eine Laterne, sondern auch in der Funktion. Denn meist enthält der senkrechte Fassadenabschnitt zwischen den Dächern, die auch an ein zweigeteiltes Mansarddach (s. u.) erinnern, Fenster oder ist komplett verglast. So gelangt mehr Tageslicht in den darunterliegenden Raum. Kleine Laternendächer können als Zusatz auf Flachdächern o. ä. zum Einsatz kommen.

Energieberatung- Schleppdach

Das Schleppdach ist eine Sonderform des Satteldachs. Neben dem Hauptgebäude wird das Dach auch über Anbauten oder nahen Nebengebäuden fortgeführt. So ergeben sich längere und kürzere Abschnitte auf der gleichen Seite des Hauses. Auch geläufig ist die Bezeichnung „abgeschlepptes Dach“. Während früher Anbauten wie Schuppen oder Ställe durch ein Schleppdach abgedeckt wurden, ist es heute meist der Stellplatz für das Auto oder den Caravan.

Pultdach

Das Pultdach sieht wie ein am First halbiertes Satteldach aus und war ursprünglich für Anbauten gedacht; dort wo kein Schleppdach geschaffen werden konnte. Gebäude an der Stadtmauer oder an der Seite eines größeren Gebäudes wurden mit diesem oft steil an einer Seite verlaufenden Dach vor Wind und Wetter geschützt. Manchmal kann man noch erweiterte Produktionsstellen, Lager oder andere Nebengebäude mit so einem Dach sehen. Neubauten mit Pultdach gibt es zudem auch; meist mit der Wetterseite zugewandter Dachfläche und verglaster Sonnenseite für großzügigen Lichteinfall.

Flachdach

Flachdächer auf Wohngebäuden sind selten und kommen bei entsprechender Neigung gegen Wasseransammlungen eher einem Pultdach gleich. Dennoch gibt es sie immer mehr; neben Wohnimmobilien schützen sie auch Supermärkte, Hallen, Lager und andere Einrichtungen vor Regen, Schnee und ähnlichem. Ein Flachdach dient bei verschiedensten Immobilien nicht selten als Dachterrasse, begünstigt die Begrünung des Daches und kann durch Belichtungskuppeln oder Laternendächer (s. o.) erweitert werden, um den Innenraum zu illuminieren.

Mansarddach

Das Mansarddach ist wie ein Walmdach, dessen Winkel nach einer gewissen Strecke unter dem First steiler wird. Der Ursprung dieser Dachform wird auf die Kaiserzeit Deutschlands datiert, da dort Steuern auf Gebäude pro Geschoss berechnet wurden. Dabei wurden Dachetagen geringer berechnet, was bei Neubauten zu einer Art heruntergezogenen Krüppelwalmdächern führte, ergo zu einem weiteren Dachgeschoss, das mehr Platz bot, aber weniger Steuern kostete.

Zeltdach

Das Zeltdach beruht auf einer quadratischen oder zumindest rechteckigen Grundfläche des Hauses, auf das ein mittig in einem Punkt zulaufendes Dach gesetzt wurde. Hier gibt es keinen waagerechten Dachfirst, sondern nur vier zu den Hausecken verlaufende Kanten, zwischen denen sich die vier abschüssigen Dachseiten befinden. Bei mehr Seiten kommt das Dach optisch einem Zirkuszelt gleich. Am häufigsten sind Zeltdächer auf Kirchtürmen oder ähnlichen, nicht dem Wohnraum angehörigen Bauten.

Sonderformen, die nicht für Wohnhäuser genutzt werden

Noch seltener als das Zeltdach bzw. gar nicht auf einem Einfamilienhaus oder Zweifamilienhaus finden Sie Dachformen und Dach-Bauweisen wie die folgenden vor:

  • Schmetterlingsdach (oft auf Bahnsteigen als Unterstand)
  • Grabendach (in der Höhe sparend auf Mehrfamilienhäusern)
  • Tonnendach (aus dem Orient stammend, teilweise auf Bahnhöfen oder Einkaufshallen)
  • Bogendach als Tonnendach-Sonderform mit geringerer Krümmung
  • Pyramiden- oder Faltdach als weitere Turmbedachungen
  • Rhomben-, Helm- oder Kegeldach sind ebenfalls auf Türmen zu finden
  • Ähnlich verwendet werden außerdem die Dachhaube oder das Zwiebeldach

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