Waermebruecke

Gleichwertigkeitsnachweis von Wärmebrücken nach DIN 4108

Veröffentlicht am 09.03.2021

Für die energetische Beurteilung einer Immobilie werden verschiedene Werte untersucht und analysiert. Das ist vor allem dann wichtig, wenn der Standard für ein KfW Effizienzhaus erlangt werden soll. Dabei wird neben den Anlagen für Heizung und Warmwasserbereitung die Gebäudehülle sowie deren Energiebilanz betrachtet. Zusätzlich zu Dämmung, Fenster-Verglasung und ähnlichem spielen für den Primärenergiebedarf auch Wärmebrücken eine wichtige Rolle. In diesem Ratgeber beantworten wir Fragen zur Wärmebrückenbewertung und zum Gleichwertigkeitsnachweis von Wärmebrücken nach DIN 4108. Als Energieberater und Experten für energieeffiziente/n Bau bzw. Sanierung helfen wir Ihnen gern bei entsprechenden Projekten.

Was ist eine Wärmebrücke?

Als Wärmebrücke werden im Hinblick auf ein Haus oder eine Wohneinheit jene Gebäudeteile und Bereiche bezeichnet, die gut Wärme leiten und damit ein Auskühlen der Innenräume begünstigen. Da Wärmeenergie abgeleitet wird und die jeweiligen Stellen an Wand, Boden, Fenstern, etc. sich kälter als andere Bauteile anfühlen, werden Wärmebrücken umgangssprachlich auch „Kältebrücke“ genannt. Negative Effekte einer oder mehrerer Wärmebrücken am Haus sind ein erhöhter Heizwärmebedarf und damit hohe Heizkosten sowie Tauwasserausfall und damit Nässe an Wand, Boden oder Decke. Nicht zuletzt kann die Feuchtigkeit bei geringen Temperaturen zu Schimmel führen, der die Gesundheit angreift.

Als Wärmebrücke lassen sich u. a. diese Bauteile und Bereiche am und im Haus ausmachen:

  • Anbauten an der Fassade, z. B. nachträgliche angebaute Balkone und Balkongerüste
  • Fensterkreuze in Sprossenfenstern sowie schlecht abgedichtete Fenster
  • Sockel, Fensterbrüstungen und Fensterlaibungen
  • Rollladenkästen, Markisen sowie entsprechende Befestigungen
  • Auf der Bodenplatte aufliegende Wandstücke (Außen- und Innenwand)
Waermebruecke

Unterscheidung von Wärmebrücken am Haus

Neben den verschiedenen Orten, an denen eine Wärmebrücke gefunden werden kann bzw. sich aufgrund eines regulären Hausbaus standardmäßig befindet, gibt es noch eine weitere Art, sie einzuteilen. So kann eine Wärmebrücke konstruktiv, geometrisch und stofflich bedingt auftreten:

  • Konstruktiv: sich aus der Bauart ergebende Wärmebrücke, wie z. B. Attika, Gebäudesockel, Balkone, Fassadenanker, Deckenverbund zur Außenwand, etc.
  • Geometrisch: sich aus der Baugeometrie ergebende Wärmebrücke, wie z. B. die Außenecke der Hauswand, da dort zwei Wandstärken aufeinandertreffen
  • Stofflich: sich aus dem Baumaterial bzw. aus der Kombination ergebende Wärmebrücke, wie z. B. Stahlträger, weitere Metallelemente und gut wärmeleitende Elemente

Warum werden Wärmebrücken berechnet?

Die Berechnung von Wärmebrücken bzw. des durch sie verursachten Energieverlusts ist wichtig, um ihren Einfluss auf den Energiebedarf respektive -verbrauch eines Gebäudes zu ermitteln. Nicht nur sind bei hohem Verbrauch die zu treffenden Gegenmaßnahmen wichtig, um die Heizkosten und die Schimmelgefahr gering zu halten. Auch ist eine zusätzliche Dämmung (bzw. andere Maßnahmen gegen Wärmebrücken) ein positiver Einfluss auf den Primärenergiebedarf, der als Bemessungsgrundlage für KfW Effizienzhäuser dient. Mit der Berechnung vor dem Bau oder der Sanierung eines Hauses lassen sich schon von vornherein Bedarfswerte ermitteln. So wird erreicht, dass bei guten Werten eine Förderung durch Kredit oder Zuschuss seitens der KfW möglich wird.

Gleichwertigkeitsnachweis von Wärmebrücken nach DIN 4108

Planungs- und Ausführungsbeispiele für Wärmebrücken sind in der DIN 4108 (Beiblatt 2) geregelt, auf die sich auch die EnEV bezieht. Um also EnEV-konform zu bauen oder zu sanieren sowie eine Förderung von der KfW für ein Effizienzhaus in Anspruch nehmen zu können, ist eine Berechnung der Wärmeverlustelemente nötig – etwa über den Gleichwertigkeitsnachweis. Dieser führt dazu, dass bei entsprechenden Werten der Pauschalzuschlag für den Primärenergiebedarf pro Jahr von 0,1 W/m2K auf 0,05 W/m2K halbiert werden kann. Für tendenziell geringere Werte eignet sich eine mit mehr Aufwand verbundene detaillierte Berechnung. Hohe Effizienzhaus-Standards von 40 oder 40 Plus bedürfen entweder dieser Einzelberechnung oder sehr hoher Dämmstoffstärken.

Unser Service: Energieberatung und Baubegleitung bei einem Neubau

Gerade bei einem Neubau kann durch eine gut geplante Architektur sowie durch eine professionelle Auswahl von Baustoffen und Material dafür gesorgt werden, dass die Wärmebrückenberechnung zugunsten der Energiebilanz des Hauses ausfällt. Wir von Energy Building helfen Ihnen bei der Planung und beim Bau der Immobilie gern dabei. Unser Service ist förderfähig und die anfallenden Kosten werden anteilig von der KfW übernommen. Um die Fördermittelbeantragung kümmern wir uns dabei selbst, sodass Sie keinen Aufwand damit haben. Im Rahmen der Baubegleitung gehen wir durch einen Vor-Ort-Termin oder mehrere Termine sicher, dass der Bau energieeffizient geschieht und das entstehende Haus eine gute Energiebilanz aufweisen wird.

Unser Service: Energieberatung und Sanierungsfahrplan für eine Sanierung

Neben Bauherren, die ein neues Haus mit möglichst schwachen Wärmebrücken bauen wollen, unterstützen wir bei Energy Building natürlich auch jene, die eine Bestandsimmobilie sanieren möchten. Denn auch hier kann der KfW Effizienzhaus-Standard erreicht werden. Egal ob KfW 55, KfW 40 oder KfW 40 Plus – eine gute Dämmung, dreifach verglaste Fenster sowie möglichst schwache Wärmebrücken sind immer eine gute Sache. So wird mit dem geringen Energieaufwand für Heizung und Warmwasserbereitung auch das größere Ziel des Klimaschutzes mit den entsprechenden Maßnahmen erreicht. Für eine energetische Sanierung stellen wir Ihnen nach einem Termin vor Ort einen Sanierungsfahrplan mit Beschreibungen einzelner Maßnahmen aus – dies wird von der KfW gefördert.

Weiterführende Informationen der KfW

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet für das Thema Wärmebrücken sowie für Förderungen, Zuschüsse und Kredite fürs Bauen und Sanieren detaillierte Informationen auf ihrer Webseite an. Ein umfangreiches Infoblatt zur KfW-Wärmebrückenbewertung für die Kredit- und Zuschuss-Programme 151, 153 und 430 gibt es dort ebenfalls – direkt zum Speichern und Ausdrucken als PDF-Download. Trotz der vielen einsehbaren Informationen sind einzelne Berechnungen und Nachweise die Aufgabe von Experten. Nehmen Sie also direkt Kontakt zu uns auf, wenn wir Ihnen bei einem Anliegen der Energieberatung weiterhelfen können. Wir stellen auch Energieausweise aus.

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