Brennwertheizung

Veröffentlicht am 17.07.2020

Fragen und Antworten zur Brennwertheizung

Was ist eine Brennwertheizung, wie unterscheiden sich die verschiedenen Arten und welche Vorteile bzw. Nachteile bieten sie? Diese und weitere Fragen beantworten wir Ihnen in diesem Ratgeber. Denn es gibt neben der alten Heizung mit Brennwert-Bezeichnung, die mit fossilem Öl oder Gas betrieben wird, auch moderne Heizkesselsysteme mit Brennwerttechnik. Brennwertheizungen für die Heizung im Haus sowie für die Warmwasserbereitung in moderner Ausführung nutzen beispielsweise Biogas, Bio-Öl oder Holzpellets als erneuerbare Energiequellen. Eine Heizungsanlage mit Gas, Öl oder Holz als erneuerbarem Brennstoff lohnt sich gleich mehrfach, weil sie als Energieeffizienz-Maßnahme gefördert werden kann. Dazu beraten wir Sie gern!

Brennwert-Heizung mit Heizöl als Energieträger

Ölheizungen sind häufig vertretene Heizsysteme in Deutschland; besonders die alten Modelle laufen aber meist noch mit Heizöl aus fossilen Quellen (Erdöl). Das führt dazu, dass ohne Möglichkeit zur Kompensation CO2 freigesetzt und damit der Klimawandel befördert wird. Ein weiterer Nachteil ist zudem, dass das Öl – auch wenn es sich um energieeffizientes Bio-Öl handelt – gelagert werden muss. Ein Öltank ist also bei dieser Art Heizung unabdingbar. Moderne Brennwert-Anlagen bieten neben der Nutzung von Bio-Öl den Vorteil, dass der Heizkessel kleiner ist, was den Platzbedarf mindert. Zudem senken Sie diesen, wenn Sie ein energieeffizientes Haus mit guter Dämmung haben, sodass die Heizung auch im Winter nicht zu viel Öl verbraucht. 

Brennwertheizung mit Gas als Brennstoff

Eine Gas-Brennwertheizung ist in Deutschland auch recht häufig anzutreffen. Das Gute dabei ist, dass keine Lagerung des Brennstoffes nötig ist; dafür aber der Anschluss an ein Gasnetz. Dieser führt in den meisten Fällen dazu, dass eine regelmäßige Anschluss-Grundgebühr bezahlt werden muss. Zu dieser kommen dann noch die Kosten für den letztendlichen Verbrauch hinzu. Um also Geld sparen zu können, sollten Sie eine auf die Größe des Hauses abgestimmte Heizanlage nutzen. Weiterhin können Sie den Verbrauch und somit die Kosten senken, wenn das Haus gut gedämmt ist und weder über Fassade oder Dach noch über Fenster oder Türen die Wärmeenergie übermäßig nach außen getragen wird. Wir beraten Sie gern und helfen mit einer Energieberatung vor Ort!

Pelletheizung mit Holz als Brennmaterial

Holz speichert ebenfalls Energie, weswegen es schon immer als Brennstoff von Menschen genutzt wird. Brennwertheizungen mit Pellets als Brennmaterial sind umweltschonend, weil Holz ein nachwachsender Rohstoff ist. Noch energieeffizienter wäre da statt einem Brennwertkessel eine Solarthermie für Heizung und Warmwasserbereitung, also eine Solaranlage. Diese spart auch jenen Nachteil ein, den eine Pelletheizung mit der Ölheizung gemein hat: es wird die Lagerung des Brennstoffs nötig. Im Vergleich zu den vorbenannten Arten der Brennwerttechnik sind Pelletheizungen recht teuer, weswegen sie auch hierzulande noch nicht so weit verbreitet sind. Ob sich eine solche Anlage oder ein anderes Heizungssystem zum Energie sparen in Ihrem Haus lohnt, stellen wir gern mit Ihnen gemeinsam bei einem Vor-Ort-Termin fest.

Was bedeuten eigentlich die Begriffe „Heizwert“ und „Brennwert“?

Die Brennwerttechnik heißt nicht nur so, weil zum Heizen des Hauses und für die Warmwasserbereitung vor Ort etwas verbrannt wird. Auch der Begriff Brennwert an sich hat eine Bedeutung. Das Gleiche gilt für den Heizwert, der leider nicht selten synonym verwendet wird. Im Folgenden haben wir Ihnen kurz zusammengefasst, wofür die beiden Begriffe stehen und welche Art der nutzbaren Energie sie beschreiben:

· Heizwert: Energie, die beim Verbrennen des Brennstoffs freigesetzt und auch genutzt wird. Der Heizwert beschreibt also im Grunde den direkten Wirkungsgrad der Anlage. Bei alten Brennwertheizungen kann dieser bei unter 70 Prozent liegen, bei modernen Anlagen um die 90 Prozent.

· Brennwert: Beschreibt die Summe der Energie von Heizwert und Kondensationswärme der Heizanlage. Letztere wird bei modernen Heizungen effizient ausgenutzt, weshalb der als Brennwert beschriebene Wirkungsgrad bei bis zu 98 Prozent liegen kann.

Einbau einer Brennwertheizung: Das müssen Sie vorher wissen!

Wie bei einem Kamin oder einem Ofen, so ist auch für eine Heizung mit Gas, Öl oder Pellets einiges zu beachten. Es gibt einige Voraussetzungen für den Einbau und die sachgemäße Nutzung von Brennwertheizungen – egal ob Erdgas, Bio-Öl oder Holz. Diese Punkte sollten Sie also abhaken bevor Sie sich für eine Brennwerttechnik entscheiden:

· Schornstein mit Kunststoff- oder Edelstahlrohr, der gegen Feuchtigkeit und Säure beständig ist

· Ggf. ein Abluft-Ventilator, da durch die Nutzung der Abgas-Wärme relativ kühle Abgase ohne großen Kamineffekt durch den Schornstein befördert werden müssen

· Ein Abwasseranschluss, ggf. mit einer Möglichkeit zur Neutralisierung des Kondenswassers, da dieses sauer sein und die Abwasserrohre beschädigen kann

Förderung einer Brennwertheizung nur unter bestimmten Umständen

Heizsysteme mit fossilen Brennstoffen wie Erdgas oder Erdöl werden in Deutschland nicht mehr gefördert. Wollen Sie also die Kosten für den Bau eines KfW-Effizienzhauses oder für die energetische Sanierung einer Bestandsimmobilie ausgleichen, setzen Sie am besten auf Biogas, Bio-Öl oder besser noch auch Holzpellets. Denn es werden nur noch erneuerbare Energien und Energieträger gefördert. Noch effizienter und damit auch weiterhin förderbar sind Hybridanlagen, die beispielsweise eine Solarthermie und / oder eine Photovoltaik-Anlage mit einer Brennwertheizung koppeln. Ebenfalls erforderlich für eine Förderung von KfW, BAFA und Co. ist der hydraulische Abgleich der Heizung. Mehr dazu im entsprechenden Blog-Eintrag.

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